Geschirrspüler richtig reinigen
Ein Geschirrspüler wird bei jedem Lauf von innen mit heißem Wasser durchspült — und ist trotzdem eines der Geräte, die am schnellsten verschmutzen. Fett, Speisereste und Kalk setzen sich an Stellen ab, an denen der Wasserstrahl nicht ankommt.
Die Kurzfassung: Sieb und Sprüharme sind die zwei Stellen, die zählen. Wer die alle paar Wochen reinigt, hat weder Geruchs- noch Reinigungsprobleme — alles andere ist zweitrangig.
Die Reihenfolge
1. Das Sieb im Boden
Herausdrehen, meist gegen den Uhrzeigersinn. Darunter liegt oft ein zweites Flachsieb. Beide unter heißem Wasser ausspülen, Speisereste mit einer Bürste lösen. Bei Fettbelag hilft ein Tropfen Spülmittel.
Ein zugesetztes Sieb ist die häufigste Ursache für Beläge auf dem Geschirr — das Wasser wird dann im Kreis geführt, statt gefiltert zu werden. Alle zwei bis vier Wochen.
2. Die Sprüharme
Die kleinen Düsen verstopfen mit Kalk und Speiseresten. Sprüharme abnehmen — meist per Bajonettverschluss oder einer Rändelmutter — und die Löcher mit einem Zahnstocher freimachen, dann durchspülen.
Wenn Geschirr im oberen Korb schlechter sauber wird als unten, ist fast immer der obere Sprüharm verstopft.
3. Türdichtung und Türrand
Der Bereich unterhalb der Dichtung wird nicht mitgespült. Dort sammelt sich schwarzer Belag. Mit einem feuchten Tuch auswischen, in den Ecken mit einer alten Zahnbürste.
4. Leerlauf bei hoher Temperatur
Ein Programm bei 65 bis 70 Grad ohne Geschirr, mit Maschinenreiniger oder ersatzweise zwei Esslöffeln Zitronensäure. Das löst Fett und Kalk im Leitungssystem, an das man nicht herankommt.
Salz und Klarspüler — auch bei Multitabs
Ein verbreiteter Irrtum: „All-in-One“-Tabs machen Salz und Klarspüler nicht überflüssig. Sie enthalten beides, aber in einer Menge, die nur bis etwa 21 °dH Wasserhärte reicht.
Bei härterem Wasser brauchst du zusätzlich Regeneriersalz — sonst verkalkt der Ionenaustauscher, und das ist ein Defekt, der die Maschine unwirtschaftlich macht. Prüfe die Wasserhärte bei deinem Versorger und stell die Enthärtungsanlage entsprechend ein. Diese Einstellung wird bei fast keiner Maschine ab Werk richtig gesetzt.
Was auf keinen Fall hineingehört
- Holzbretter und Holzgriffe. Quellen auf und reißen.
- Gutes Messer. Die Klinge stumpft durch die Lauge deutlich schneller ab.
- Aluminium. Läuft matt und dunkel an.
- Handbemaltes Porzellan und Gläser mit Golddekor. Das Dekor löst sich.
- Gusseisen. Die eingebrannte Patina geht verloren.
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🛒 Jetzt bei Amazon ansehenWenn das Geschirr nicht sauber wird
- Weißer Film überall — zu wenig Salz oder Enthärtung falsch eingestellt.
- Einzelne Stücke schmutzig — falsch eingeräumt, Sprühschatten. Große Teile gehören an den Rand, nicht in die Mitte.
- Oben schlechter als unten — oberer Sprüharm verstopft.
- Alles gleichmäßig schlecht — Sieb zugesetzt oder Temperatur zu niedrig.
- Gläser blind — dauerhafte Glaskorrosion durch zu hohe Temperatur. Nicht umkehrbar, künftig kürzeres Programm bei 45 bis 50 Grad.
Häufige Fragen
Muss man Geschirr vorspülen?
Nein, grobe Reste entfernen reicht. Vorspülen kostet Wasser und kann sogar schaden — die Reiniger brauchen Schmutz, an dem ihre Enzyme angreifen.
Wie oft sollte man das Sieb reinigen?
Alle zwei bis vier Wochen, bei häufiger Nutzung eher öfter.
Öko-Programm oder normal?
Das Öko-Programm braucht länger, verbraucht aber weniger Strom und Wasser, weil es mit niedrigerer Temperatur und längerer Einwirkzeit arbeitet. Für den Alltag die bessere Wahl.
Kann ich Essig als Klarspüler nehmen?
Besser nicht. Die Säure greift Dichtungen an. Zitronensäure in Maßen ist verträglicher, ersetzt aber keinen Klarspüler.
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